Schwarz-Weiß im Trend – so geht‘s

Ein limonengrünes Bad, ein Sofa in schreiendem Rot – Farben sind der einfachste und schnellste Weg, um die eigene Wohnung individuell zu gestalten. Das weiß heutzutage jeder. Echte Wohn-Avantgardisten widmen sich deshalb jetzt den „Nicht-Farben“ Schwarz und Weiß. Die Kombination aus beiden Farben wirkt cool, erwachsen und setzt starke Akzente. Ihr glaubt das nicht? Wir beweisen euch das Gegenteil!

schwarz weiß wohnungseinrichtung

Wer so eine Tapete hat, braucht nicht mehr viel Deko.

Warum Schwarz-Weiß?

Wetten, ihr habt schon einmal darüber nachgedacht, eure Wohnung mit einer neuen, ungewohnten Farbgebung aufzupeppen? Mit ziemlicher Sicherheit habt ihr dabei eher nicht an die Kombination Schwarz und Weiß gedacht. Die zwei Farben für sich genommen sind ja schon nicht ganz einfach zu stylen: Zu viel Schwarz wirkt düster und schreit „Gothic!“, alles in Weiß ist eher was für Yogalehrer oder Zahnärzte.

Die Lösung: eine gekonnte Melange aus schwarzen und weißen Akzenten! Dieser Mix bringt Konturen, Proportionen und Texturen perfekt zur Geltung, und lässt Kontrastfarben strahlen. Welche unendlichen Möglichkeiten jenseits von Schachbrettmuster und Kuhfell euch mit dem Schwarz-Weiß-Look offenstehen, wollen wir euch hier zeigen.

Schwarz-Weiß für die Wand – wie geht das?

Weiße Wände finden sich ja nun in nahezu jeder Wohnung, aber welche schwarzen Akzente lassen sich in Sachen Wand setzen? Die Antwort: sehr viele! Tapeten mit schwarz-weißen Längs- oder Querstreifen, weiße Tapeten mit schwarzen Blumenmustern, schwarz-weiß gepunktet, in 3D-Optik… Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt – gut zu sehen auch hier auf Pinterest.

Besonders wirkungsvoll sind Tapeten mit schwarz-weißen Mustern, wenn man dazu Möbel in knalligen Farben kombiniert. Alle knalligen Rot- und Grüntöne sowie kräftiges Gelb sehen zum Beispiel dazu toll aus.

Wenn ihr den neuen Look erstmal ausprobieren wollt, reicht auch eine einzelne Tapetenwand im Zimmer, um zu testen ob ihr „schwarz-weiß-kompatibel“ seid. Sehr auffällige Muster, zum Beispiel mit Blumen, eignen sich übrigens eher für etwas größere Räume, da sie ein Zimmer unter Umständen optisch verkleinern können.

Wer mag, kann auch auf schwarz-weiße Fliesen setzen. Sie bringen garantiert den Wow-Effekt für die Küche oder das Badezimmer.

Schwarz-weiße Accessoires werten alles auf

Gerade bei Deko-Gegenständen und Accessoires kann ein zu wilder Farbenmix eure Räume schnell unruhig und chaotisch wirken lassen. Hier ist Schwarz-Weiß die perfekte Lösung, denn es strahlt Eleganz, Ruhe und eine klare Linie aus – zu sehen zum Beispiel hier im Blog von Clara Frost.

Besonders schön macht sich das übrigens im Schlaf- und Badezimmer. Schwarz-weiß karierte Bettwäsche, schwarz-weiß bedruckte Kissen, ein Duschvorhang in schwarz-weißem Hahnentrittmuster oder auch schwarze und weiße Handtücher sind ein absoluter Blickfang, falls ihr diese Räume etwas aufpeppen wollt.

Die richtige Balance finden

Was bei anderen Farben problematisch ist, geht bei Schwarz-Weiß problemlos: Muster mixen! Blumen, Streifen, Punkte oder einfach grafische Muster wirken im Schwarz-Weiß-Look nämlich zurückgenommen und edel, und lassen sich daher wunderbar miteinander kombinieren. In Sachen Accessoires könnt ihr euch also so richtig austoben.

Was schwarz-weiße Möbel angeht, solltet ihr aber ein paar Dinge beachten. Hier kann zu viel des Guten nämlich nach hinten losgehen. Besonders bei großen, wuchtigen Möbeln wie Schränken oder Betten solltet ihr auf den Hintergrund achten, damit das Zimmer nicht auf einmal zu düster wirkt. Viel schwarz-weiße Inspiration für eure Räume gibt`s übrigens auch auf wohnidee.wunderweib.de.

Lieber mehr Weiß als Schwarz

Ein schwarzes Bett, Sofa oder eine edle schwarz lackierte Kommode ziehen alle Blicke auf sich, daher kommen diese Möbel vor einer rein weißen Wand besser zur Geltung. Falls ihr vorhabt, eure Möbel selbst im Schwarz-Weiß-Look anzustreichen, empfiehlt es sich, erst einmal mehr weiße als schwarze Flächen zu streichen. Patzer lassen sich so nämlich leichter korrigieren.

Besonders edel wirkt der Mix, wenn ihr die Flächen Weiß macht, die Konturen hingegen Schwarz hervorhebt. Es geht bei diesem Look schließlich nicht darum, nur noch „schwarz-weiß zu sehen“, sondern Akzente zu setzen.

Probiert also ruhig aus, was euer Auge angenehm findet. Ein persönlicher Favorit von uns sind übrigens Holzstühle mit weißer Sitzfläche und schwarzen Beinen. Wem das zu viel ist, der kann auch einfach zwei weiße und zwei schwarze Stühle miteinander kombinieren – wirkt auf jeden Fall alles andere als langweilig.

Schwarz-weiße Erinnerungen

Wer kennt sie nicht, die alten Schwarzweiß-Fotos von Oma und Opa in ihrem ersten Italien-Urlaub? Meist kleben sie in Fotoalben, oder gammeln in Fotokisten vor sich hin. Warum aber nicht die lieb gewonnenen Erinnerungen zu eindrucksvollen Design-Objekten machen?

Verschieden breite schwarze Bilderrahmen in mehreren Größen und ein weißes Passepartout als Hintergrund lassen eure Fotos wie ein aufwändiges Gesamtkunstwerk wirken. Anstelle des üblichen Stilllebens mit Obst, Vase oder Blume habt ihr damit die wohl persönlichste Deko an der Wand, die man sich nur vorstellen kann.

Wem das zu persönlich ist, der kann natürlich auch tolle Schwarzweiß-Drucke aus dem Internet bestellen und an die Wand hängen. Wie man die Fotowand eindrucksvoll arrangieren kann, seht ihr zum Beispiel auf deavita.com.

Übrigens könnt ihr natürlich auch die beiden Elemente Foto und Tapete gekonnt miteinander verbinden: Ein überlebensgroßes schwarz-weißes Foto als Tapete an der Wand ist ein toller Hingucker.

Und wer keine Schwarzweiß-Fotos hat, oder das zu kitschig findet, der kann natürlich auch selbst kreativ werden. Ein schwarzer Scherenschnitt auf weißem Hintergrund (oder andersherum) ist mindestens genauso wirkungsvoll. Welche Spielarten es sonst noch gibt, könnt ihr auch hier bei freshideen.com sehen.

Also, worauf wartet ihr noch? Verabschiedet euch von mintgrünen Wänden und rosa Bettwäsche, und erklimmt die nächste Stufe des Design-Olymps! Hüpft rein ins schwarz-weiße Universum, und wir garantieren euch: Ihr werdet es nicht bereuen.

Foto: © astragal – Fotolia.com

Über den Autor

Ich bin der "Italiener" unserer Autoren. Als Modemacher interessiere ich mich nur privat für Bauen und Wohnen. vivondu ist daher auf diesem Gebiet mein einziges Sprachrohr. Ich habe lange in Mailand gelebt und bin jetzt in München dahoam.

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