Lichtquellen nutzen – es werde Licht!

Permanentes Halbdunkel schlägt auf die Stimmung – gerade in kleinen Wohnungen sollte deshalb jede Lichtquelle optimal genutzt werden. Wir zeigen euch, mit welchen Tricks alle Räume ohne viel Aufwand heller, luftiger und freundlicher wirken.

heller raum

Es werde Licht! Helligkeit ist DER Wohlfühlfaktor Nummer eins.

Finger weg von dunklen Wandfarben

Wenn ihr nicht gerade in einem Schloss mit riesigen Räumen wohnt, solltet ihr darauf achten, bei eurer Wandfarbe eine Nuance zu wählen, die den Raum nicht kleiner und dunkler wirken lässt, als er ist.

Zwar spricht nichts gegen ein wenig Farbe und Frische, aber manche Farbtöne schlucken das Licht regelrecht – zum Beispiel dunkles Blau oder Grau. Wenn euch aber reines Weiß (das lässt Räume am größten wirken) zu steril ist, probiert einfach eine der tausend anderen hellen Nuancen: zum Beispiel eierschalenfarben, creme, beige, zitronengelb, eisblau oder pastellrosa. Welche Farbe welche Wirkung auf die menschliche Psyche hat, könnt ihr auch nochmal hier auf enius.de nachlesen.

Wohlfühl-Atmosphäre durch geschickt platzierte Lichtquellen

Um einen von Natur aus düsteren Raum möglichst hell zu machen, sind Lampen und Leuchten nötig, ganz klar. Aber auch hier kann man einiges falsch machen. Durch grelle „Gefängnisbeleuchtung“ wirkt ein Zimmer nämlich eher ungemütlich.

Statt direkter Bestrahlung von oben, womöglich noch mit einer neongrellen Energiesparlampe, empfiehlt sich eher eine indirekte Beleuchtung durch mehrere geschickt platzierte Lichtquellen. Die Energiesparlampe steht außerdem im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein. Hier ist der ausführliche Bericht eines Betroffenen auf engon.de.

Stellt euch stattdessen LED-Leuchten in die dunkleren Ecken des Zimmers, dadurch wirkt dieses nicht nur freundlicher, sondern auch größer, und die Konturen der Möbel erscheinen weicher. Hier auf spar-helferchen.de werden die vielen Vorteile von LED-Leuchten ganz gut aufgelistet. Am besten sind Lampen mit Dimmer, so kann man je nach Stimmung oder Tages- und Jahreszeit die Beleuchtung variieren.

Lichtfallen rund ums Fenster herum

Auch kleine Fenster, durch die nicht viel Licht fällt, kann man optimal nutzen. Vorhänge und Gardinen sind hier allerdings eher ungeeignet, denn sie schlucken Licht. Achtet stattdessen darauf, das Fenster so frei wie möglich zu halten, und die Fensterbank nicht mit großen Pflanzen oder Deko-Gegenständen vollzustellen.

Falls ihr trotzdem einen Sichtschutz vor dem Fenster haben wollt, bieten sich lichtdurchlässige Rollos in hellen Farben an.

Augen auf bei der Möbelwahl

Kleine und dunkle Räume verlangen nach durchdachten, individuellen Wohnlösungen, die das Maximum an Licht und Luft herausholen. Omas wuchtige alte Kommode aus Mahagoniholz hat zwar vielleicht Charakter, lässt das Wohnzimmer aber im schlimmsten Fall noch düsterer und kleiner wirken.

Generell gilt: Helles Holz ist für kleinere Zimmer besser geeignet, für größere Räume darf es auch mal dunkler und massiver sein. Helle Flächen reflektieren nämlich das einfallende Tageslicht besser, und sorgen so für optimale Lichtverhältnisse. Das gilt nicht nur für Holztische und Kommoden, sondern auch für Schränke, Sessel und Sofas – und natürlich für den Fußboden. Ein heller Ton wie zum Beispiel Ahorn-Laminat oder Birkenholz eignet sich hier perfekt. Auf dieser Seite von wikihow.com findet ihr alle nützlichen Tipps, die ihr selbst in eurer Wohnung unkompliziert umsetzen könnt (z.B. das Abschleifen von Parkettböden, damit sie heller werden usw.)

Auf dieser Seite von designsponge.com könnt ihr außerdem anhand eines Vorher-Nachher-Beispiels sehen, was helles Holz und helle Möbel ausmachen können.

Falls ihr dunkle Möbel habt, von denen ihr euch aber nicht trennen wollt, dann greift einfach zu Farbeimer und Pinsel oder Möbelfolie, und gebt ihnen damit einen hellen Farbton nach eurem Geschmack. In diesem Video-Tutorial wird genau erklärt, wie es geht: YouTube (zugegebenermaßen ein bisschen kompliziert).

Foto: © 2mmedia – Fotolia.com

Über den Autor

Ich bin die Genaue bei vivondu. Als Innenarchitektin erstaunen mich meine Kunden oft durch Wünsche und Vorstellungen ihrer Immobilienträume. Genau diese Auffälligkeiten verarbeite ich in meinen Beiträgen. Ich bin Hamburgerin und mag den herben Norden.

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