Wir lieben Metall – Kupfer ist wieder in!

Wer sich in letzter Zeit ein bisschen auf Einrichtungsblogs oder bei Wohnmagazinen herumgetrieben hat, dem ist mit Sicherheit ein Trend besonders ins Auge gesprungen: Kupfer. Das rötliche Metall, das wir sonst eher mit antiken Kochutensilien assoziieren, ist der letzte Schrei in Sachen Inneneinrichtung. Wir zeigen euch, wo sich Kupfer überall einsetzen lässt und welche Kombinationen besonders toll aussehen.

kupfer deko

Alte Küchenutensilien aus Kupfer können jetzt als Deko herhalten.

Was kommt euch in den Sinn, wenn ihr euch Kupfer vorstellt? Wir dachten dabei an Asterix und seinen berühmten Zaubertrank, der immer in so einem Kupferkessel zubereitet wurde, oder auch an eine orientalische Wasserpfeife.

Was Designer jetzt jedoch mit Kupfer im Sinn haben, ist denkbar weit weg vom Hippie-Image, das Kupfer in den 70er Jahren anhaftete. Einrichtungsgegenstände und Accessoires aus Kupfer sehen jetzt nämlich modern und toll aus, vor allem wenn man sie richtig kombiniert.

Das kleine Kupfer-Einmaleins

Der warme, rötlich leuchtende Farbton von Kupfer fällt auf, und da er schon Ähnlichkeit mit Gold hat, sollte er sparsam, aber mit größtmöglichem Effekt eingesetzt werden. Das Spektrum beim Kupfer reicht nämlich von hellem Rosé über leuchtendes Rostrot bis hin zu Orange und oxidiertem Braun.

Ganz groß im Kommen sind Kupferlampen und –Leuchten. Sie bilden einen schillernden Mittelpunkt für euer Wohn- oder Schlafzimmer, und wirken gleichzeitig nie übertrieben. Besonders glamourös: Kupferlampen mit Fuß aus Marmor. Diese Kombination ist Luxus pur! Im Blog ohhhmhhh.de könnt ihr neben der Lampe auch noch viele andere tolle Einrichtungsgegenstände aus Kupfer finden, wenn ihr ganz genau hinguckt…

Achtet jedoch darauf, dass ihr einen Kupferton wählt, der zum Rest eurer Einrichtung passt. Helles Rosé zum Beispiel wirkt in Kombination mit pastellfarbenen Möbeln sehr verträumt und feminin, während das dunkle bräunliche Kupfer mehr Patina besitzt, und besser mit eleganten, klassischen Crème- oder Erdtönen harmoniert.

Sehr angesagt ist momentan die Kombination Rosé mit dunklem Blau. Darin vereinen sich zarte und kühle Nuancen zu einem wunderschönen Mix, der sehr extravagant und individuell wirkt.

Am besten kommt Kupfer zur Geltung, wenn ihr es mit dunklem Holz und schlichten Stoffen vereint. Dann entfalten der warme Glanz und die sinnliche Farbe des Metalls ihre ganze Wirkung. Holzmöbel mit Kupferapplikationen oder eine breite Reling aus Kupfer für die Küche, an der die Küchengeräte hängen, erzielen zum Beispiel einen tollen Effekt.

Ein bisschen aufpassen sollte man bei Kupfer mit Neontönen, da sich das glänzende Kupfer und die schreiende Farbe eventuell gegenseitig die Show stehlen. Also lieber maximal ein Kupfer- und maximal ein Neonstück kombinieren.

Was kann ich mit Kupfer alles machen?

Wer Kupferrohre hat, die in der Küche offen sichtbar verlaufen, der kann sich glücklich schätzen: für diesen sogenannten New Yorker Industrial Chic geben andere Leute viel Geld aus. Daher: auf keinen Fall abdecken!

Uns gefällt besonders gut die Idee, mit Kupfer einen „schwarzen Fleck“ aufzupeppen, an dem sich die meisten Hobby-Einrichter die Zähne ausbeißen: den Mülleimer. Es gibt ihn nicht nur als einfache Kupfertonne mit Deckel, sondern sogar schon als Tritteimer in höchst elegantem Design. Wer einen neuen Papierkorb möchte, der kann sich ein minimalistisches Kupferdrahtgestell entweder kaufen oder selbst machen – schöner als ein herkömmlicher blauer Plastikeimer ist das allemal.

Es darf beim Einrichten mit Kupfer jedoch ruhig auch in etwas größeren Dimensionen gedacht werden: Ein Regal aus Kupfer läuft dem ewig gleichen, langweiligen Billy-Regal aus Holz locker den Rang ab, da es nicht nur stabil ist, sondern auch wunderbar alles zur Geltung bringt, was darauf und darin steht.

Auch als Beistelltischchen aus 1001 Nacht zieht Kupfer alle Blicke auf sich – besonders schön mit passenden Kerzenhaltern oder einer kleinen Vase aus Kupfer.

Unser Favorit für die Küche: ein Kupferregal, in dem Porzellantassen und –Schalen besonders edel wirken. Und fürs Schlafzimmer finden wir Kleiderbügel aus Kupfer sehr clever, die nehmen nicht viel Platz weg und sehen trotzdem toll aus. Man kann sie aus einfachen Kupferdrähten sogar selbst formen.

Deko mit Kupfer: grenzenlose Möglichkeiten

In Sachen Dekoration habt ihr bei Kupfer die Qual der Wahl – so viele wunderbare Ideen gibt es, mit dem warmen Metall die Wohnung zu verschönern. Große oder kleine Vasen aus Kupfer erheben sogar einen einfachen Strauß Wiesenblumen zu etwas ganz Besonderem.

Apropos Blumen, Blumentöpfe aus Kupfer sind ebenfalls schwer angesagt, und machen sich auf einem Holzbrett an der Wand ganz hervorragend. Wer keine Lust auf die üblichen Hängelampen oder Vasen hat, kann auch mit einem DYI-Mobile aus Kupfer und Messing ein Statement setzen – gesehen zum Beispiel hier bei blog.monaquo.de.

Wer noch alte Kupferformen zum Backen zuhause hat, darf sich über eine effektvolle Deko freuen: Hängt sie einfach an Nägeln oder einem Holzbrett an der Wand auf, am besten mehrere nebeneinander. So gebt ihr eurer Küche oder dem Essbereich einen gemütlichen, rustikalen Touch, und bei Bedarf könnt ihr die Formen einfach herunternehmen und zum Backen benutzen. Die Formen könnt ihr natürlich auch im Internet bestellen, aber gebraucht wirken sie einfach authentischer.

Überhaupt passen Kupfer und Do it yourself wunderbar zusammen, denn das Metall lässt sich gut verbiegen, bearbeiten und besprühen. Aus Kupferstücken lassen sich mit ein bisschen Einsatz zum Beispiel kleine Schalen für Teelichter oder Kekse herstellen, Bilderrahmen ausschneiden, Kerzenständer oder Stifthalter formen (siehe glueckseeligkeit-blog.de) oder sogar Lampenschirme herstellen, wie man auf craftifair.com sehen kann . Na gut, hier wurde mit Kupferspray ein bisschen geschummelt, aber wir finden, es sieht trotzdem toll aus.

Dieses kleine Helferlein könnt ihr übrigens auch verwenden, wenn ihr euren Deko-Gegenständen wie zum Beispiel Vasen diesen ganz besonderen Schimmer geben wollt. Einfach die Gefäße säubern, abtrocknen, mehrere Schichten Kupferspray auftragen und trocknen lassen.

Wie man aus einer Wasserflasche eine Kupfervase macht, könnt ihr bei rheintopf.com sehen. Das Spray eignet sich übrigens auch ideal, um Ostereiern, Weihnachtskugeln oder kleinen Deko-Figürchen einen neuen Look zu verpassen.

Wie reinige ich Kupfer?

Oft ist die antik aussehende Patina von Kupfergegenständen ja gewünscht, doch falls das nicht so ist, gibt es ein einfaches Hausmittelchen, mit dem ihr angelaufenes Kupfer wieder zum Strahlen bringt. Eine Lösung aus Essigessenz, Speisesalz und Wasser, aufgetragen auf einen fusselfreien Lappen, ist perfekt zum Polieren.

Falls ihr kleinere Gegenstände säubern wollt, macht einfach mehr von der Lösung und legt diese für circa eine halbe Stunde darin ein. Auf wikihow.com könnt ihr nochmal genau nachlesen, wie es geht.

Na, seid ihr jetzt auch im Kupferrausch? Wir freuen uns jedenfalls über das Comeback dieses bereits vergessenen Design-Liebling – gerade weil er nicht kompliziert ist, und sich mit fast allen denkbaren Stilen, Farben und Texturen kombinieren lässt. Und welche Wohnung könnte nicht ein bisschen goldig-warmen Schimmer vertragen?

Foto: © Yvan Reitserof – Fotolia.com

Über den Autor

Ich bin der "Italiener" unserer Autoren. Als Modemacher interessiere ich mich nur privat für Bauen und Wohnen. vivondu ist daher auf diesem Gebiet mein einziges Sprachrohr. Ich habe lange in Mailand gelebt und bin jetzt in München dahoam.

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