Das perfekte Kinderzimmer

Ist das Kinderzimmer eurer Sprößlinge auch ein wildes Durcheinander, das euch regelmäßig an den Rande des Wahnsinns treibt? Dann wird es Zeit, umzudenken. Wir zeigen euch, wie das Kinderzimmer step by step zum Volltreffer wird.

Kinderzimmer einrichten

Wenn´s doch nur immer so schön ordentlich wäre – das perfekte Kinderzimmer soll sowohl Spieleparadies als auch Raumwunder sein.

Das perfekte Kinderzimmer stellt Eltern regelmäßig vor eine ganze Menge unbeantworteter Fragen: Was muss ich beachten? Wie bringe ich Funktionalität und Stauraum unter einen Hut? Wie schaffe ich es, das Kinderzimmer trotz des vielen Spielzeugs, der Bücher und Co. noch ordentlich wirken zu lassen? Gibt es ein Kinderzimmer, das „mitwächst“? Und kann man zwei Kinder ohne tägliche Streitereien in einem gemeinsamen Kinderzimmer unterbringen?

Wir haben uns für euch auf die Suche nach dem Königszimmer gemacht…

Ein Raum – viele Anforderungen

Bevor Ihr mit der Gestaltung des neuen Kinderzimmers loslegen könnt, gilt es, die Rahmenbedingungen abzustecken. Überlegt euch genau, was das neue Kinderzimmer so alles können soll (Beispiele gibt es hier auf solebich.de). Auch wenn die Anforderungen im ersten Durchlauf vielleicht noch widersprüchlich erscheinen – nehmt erstmal alles in eure Kinderzimmer-Wunschliste auf, was ihr euch für das neue Zimmer vorstellt. Bezieht an dieser Stelle unbedingt auch die zukünftigen kleinen Bewohner mit ein. Was wünschen sich die Kinder für ihr neues Reich? Steht eine gemütliche Schlafhöhle ganz oben auf der Wunschliste? Oder doch lieber ein Hochbett mit Rutsche? Oder wollten eure Kinder vielleicht schon immer ein Ritterburg-Zimmer? Natürlich lassen sich nicht alle Wünsche am Ende auch verwirklichen, aber ihr bekommt so ein Gespür dafür, in welche Richtung das neue Kinderzimmer gehen soll.

Wir haben mal ein bisschen im Freundes- und Bekanntenkreis herumgefragt, wie denn das ideale Kinderzimmer aussehen könnte. Das Ergebnis: Den meisten (werdenden) Eltern ist vor allem viel Stauraum wichtig. Trotzdem soll das Kinderzimmer kindgerecht sein und gemütlich wirken. Viele Eltern denken auch schon an die Zukunft und wollen vor allem eine Lösung finden, die sich im Laufe der Jahre den sich ändernden Bedürfnissen ihrer Sprösslinge anpassen lässt.

Habt ihr alle Vorstellungen notiert, geht es nochmal (gedanklich) in den Raum, der das neue Kinderzimmer werden soll: Vor welche Herausforderungen stellt er euch? Ist er besonders klein? Oder sogar fast zu groß? Hat er hohe Decken, aber dafür wenig Stellfläche? Hat er viele Fenster oder wenige?

Ziele stecken

Jetzt geht´s ans Eingemachte: Vergleicht eure Wunschliste mit den Gegebenheiten im Kinderzimmer. Lassen sich eure Vorstellungen bzw. die der Kids mit dem Raum vereinbaren? Auch wenn das Projekt Wunschzimmer auf den ersten Blick aussichtlos erscheint: Mit ein wenig Kreativität und Umdenken lässt sich erstaunlich viel verwirklichen. Wünscht ihr euch zum Beispiel viel Stauraum, das Zimmer ist aber nur ein paar Quadratmeter groß? Kein Problem! Dank Hochbett, clever versteckten Staukästen (z.B. unter einer Sitzbank) und dem Prinzip „in-die Höhe-bauen“ wird das kleine Zimmerchen im Nu zum echten Raumwunder.

Die richtigen Möbel

Im nächsten Schritt wird es ein bisschen konkreter: Die (neuen) Möbel werden ausgesucht. Dank der Vorüberlegungen habt ihr dafür jetzt schon eine Art Leitfaden, an dem ihr euch entlang hangeln könnt. Ein besonders wichtiges Element im neuen Zimmer ist das Bett. Es ist neben dem Schrank (falls ihr überhaupt einen Schrank in der herkömmlichen Form benutzen wollt) das größte Möbelstück im Kinderzimmer, und nimmt damit auch den meisten Platz ein. Die Fläche für das neue Bett könnt ihr aber auch clever nutzen und gleichzeitig neuen Raum schaffen. Das kann wie schon angesprochen durch ein Hochbett passieren. Ihr könnt aber auch ein Podest bauen, auf dem nicht nur das neue Bett seinen Platz findet, sondern auch jede Menge integrierter Schubfächer für viel Stauraum sorgen. Oder ihr baut euren Kleinsten ein Nischenbett und schafft damit über oder neben dem Bett neuen Stauraum. Oder, oder , oder… Eine schöne und individuelle Hochbett-Lösung findet ihr zum Beispiel im Blog von Catherine Hug.

Ein wichtiges Kriterium bei der Wahl der Möbel ist deren Gestaltung. Wer nicht alle paar Jahre die gesamte Kinderzimmer-Einrichtung erneuern will, der sollte darauf achten, dass die Möbel in möglichst schlichten Farben gehalten sind, wie zum Beispiel Weiß oder Naturholz. Zum einen bringen die schlichten Möbel Ruhe in das neue Zimmer, zum anderen lassen sie aber auch viel Raum für ein einheitliches Farbkonzept. Außerdem könnt ihr so den Raum im Lauf der Zeit immer wieder mit neuen Farben, Teppichen, Deko und Co. umgestalten, ohne gleich eine komplett neue Einrichtung kaufen zu müssen.

Eine gute Wahl sind auch Möbel, die „mitwachsen“, beispielsweise höhenverstellbare Schreibtische und Stühle oder Betten, die sich erweitern lassen.

Übrigens: Auch bei den Möbeln könnt ihr ganz einfach selbst Hand anlegen, wie Ina Thumser in ihrem Blog unter Beweis stellt.

Farbenspiel

Sind die Möbel aufgebaut, fängt der kreative Teil der Arbeit an: die Farbgestaltung. Besonders schöne Effekte erzielt ihr mit einer individuellen Wandgestaltung. Auch hier sollten die Kleinsten im Hause noch einmal zu Wort kommen. Welche Farben wünschen sie sich? Und lassen sich spezielle Vorstellungen vielleicht auch mit kleinen Accessoires wie Kissen oder Teppichen verwirklichen? Übrigens: Das Farbkonzept könnt ihr dank Colour Dipping auch an den Möbeln fortsetzen. Gerade für Stuhl-oder Tischbeine ist das eine witzige Idee. Und wenn die Farben irgendwann nicht mehr gefallen, lassen sie sich ganz einfach übermalen oder abschleifen.

Der letzte Schliff

So, eigentlich ist das Zimmer jetzt fertig, oder? Jetzt könnt ihr dem neuen Kinderzimmer nach und nach Liebe und Gemütlichkeit einhauchen. Mit persönlichen Accessoires, Kuscheltieren oder schönen Lampen wird das neue Zimmer im Handumdrehen ein Ort zum Wohlfühlen für eure Kleinen. Tolle Deko DIYs findet ihr auch bei deavita.com.

Und noch ein Tipp für alle Mehrfach-Eltern: Solange die Kinder noch klein sind, ist ein gemeinsames Kinderzimmer auch ohne tägliche Kämpfe möglich. Wichtig ist aber, dass ihr bei der Planung unbedingt zwei Bereiche vorseht, denn jedes Kind braucht seinen eigenen Rückzugsort. Wie ihr die Bereiche voneinander abtrennt, das hängt ganz vom Raum, den Vorstellungen und Vorlieben der Kinder ab. Manchmal kann schon eine farbliche Trennung, zum Beispiel durch verschiedene Wandfarben ausreichen. In anderen Fällen ist dagegen ein Raumtrenner oder ein verschiebbarer Vorhang das Mittel der Wahl.

Foto: © oliavlasenko – Fotolia.com

Über den Autor

Ich bin der "Italiener" unserer Autoren. Als Modemacher interessiere ich mich nur privat für Bauen und Wohnen. vivondu ist daher auf diesem Gebiet mein einziges Sprachrohr. Ich habe lange in Mailand gelebt und bin jetzt in München dahoam.

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