Upcyling – Recycling war gestern

Upcycling ist DER Trend 2014 – und das, wie wir finden, vollkommen zu Recht. Es schont nicht nur die Umwelt, sondern bringt durch seine grenzenlose Vielfalt individuellen Charme in die eigenen vier Wände und lädt dazu ein, der eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen.

upcycling couch aus europaletten

Nicht für jeden Geschmack – aber Europaletten können auch schön sein.

Lassen wir die Wohntrends des Jahres Revue passieren, zieht sich vor allem eine Erscheinung wie ein roter Faden durch alle Lebensbereiche: Upcycling. Zusammengesetzt aus den Begriffen „up“ (hoch) und „recycling“ (Wiederverwertung) steht es für eine besondere Art der Wiederaufbereitung. Während es beim Recycling vor allem darum geht, einen bestimmten Stoff noch einmal zu verwenden (z.B. Plastik), steht beim Upcycling eine gegenständliche Aufwertung im Fokus.

Woher kommt Upcycling?

Upcycling ist ein Trend, dessen Ursprung sowohl im gesellschaftlichen Wandel als auch in den wachsenden Umweltbelastungen liegt. Es speist sich aus dem Wunsch, trotz Schwunds an natürlichen Ressourcen neue Produkte zu kreieren und zu vermarkten – und das auch noch in besonders umweltverträglicher Weise. Upcycling benötigt nämlich nicht nur wenig Energie, sondern trägt durch die Nicht-Produktion neuen Materials dazu bei, die Luft- & Wasserverschmutzung sowie die Treibhausgasemissionen zu verringern.

Wo wird upgecycelt?

Wie schon erwähnt, zieht sich das Upcycling durch alle Lebenswelten. Das Bemerkenswerte ist, man muss dabei nicht unbedingt selbst kreativ werden. Inzwischen hat sich ein ganz neuer Industriezweig entwickelt, der ganz im Zeichen des Upcycling steht. Egal ob es nun Kleider sind, die ausschließlich aus alten Kleidungsstücken gefertigt werden, Einrichtungsgegenstände, die ungeliebten Gegenständen neues Leben einhauchen oder einfach nur clevere Deko-Ideen: „Aus Alt mach Neu“ funktioniert einfach (fast) immer und überall.

Kreative Ideen zum Selbermachen

So, jetzt aber genug der Theorie! Jetzt heißt es selber anpacken! Alles was Ihr braucht, sind ein paar gute Ideen: der alte Kaugummiautomat als schickes Aquarium, das ausgediente Fass als gemütliche Hundehütte, ein schöner Ast als Handyhalter auf dem Nachttisch, die Europaletten als gestufte Heimkino-Sitzlandschaft, Viereckige Küchenraspeln als Lampenschirme, PET-Flaschen als Blumenwand. Für alle nicht so Ambitionierten -wie wäre es zum Beispiel fürs Erste mit einem neuen Rahmen für Fotos und anderen Krimskrams? Verwendet werden darf alles, was gefällt. Einfach ein paar in Form geschnittene Holzreste mit Stoffresten bespannen, mit alten Fahrradschläuchen umwickeln, mit Knöpfen, Steinen und Muscheln bekleben oder, oder, oder….

Die handwerklich Geschickteren unter euch können sich z.B. an richtigen Möbelstücken ausprobieren. Besonders gut lassen sich zum Beispiel Regale und Sitzmöbel herstellen. Wer sagt denn, dass etwa eine alte Weinkiste nicht auch als Regal für Pflanzen, Blumen, Geschirr oder Bücher taugt? Dass sich Joghurtbecher nicht auch als Lampenschirm gut machen? Oder dass alte Paletten nicht auch als farbenfrohe Sitzmöbel daherkommen können?

Unser Tipp: Um mit den selbst gemachten Upcycling-Stücken echte Highlights zu setzen, verwendet sie als Eyecatcher und lasst die richtige Farbe sprechen – natürlich nicht zu dick auftragen, denn es muss schließlich zum Rest der Wohnung passen.

Foto: © beermedia.de – Fotolia.com

Über den Autor

Ich bin die Genaue bei vivondu. Als Innenarchitektin erstaunen mich meine Kunden oft durch Wünsche und Vorstellungen ihrer Immobilienträume. Genau diese Auffälligkeiten verarbeite ich in meinen Beiträgen. Ich bin Hamburgerin und mag den herben Norden.

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