Home Office einrichten – Büro @home

Zuhause einen angenehmen Platz zum Arbeiten zu schaffen, ist gar nicht so leicht – vor allem, wenn er sich nahtlos in den Rest der Wohnung einfügen soll. Wir haben uns auf einen Streifzug durch Einrichtungshäuser und Blogs begeben und die besten Ideen rund ums Home Office für euch zusammengetragen.

home office zuhause

So sieht die Mittagspause im Home Office aus.

Kein lästiges Gedränge in der U-Bahn am Morgen, stattdessen gemütlich mit Kaffee und der Jogginghose daheim am Schreibtisch sitzen – im Home Office arbeiten kann so schön sein! Egal ob ihr nun selbstständig seid, Student oder Arbeitnehmer: Wer regelmäßig von Zuhause aus arbeiten will, kommt um die Einrichtung eines gut ausgestatteten Heimarbeitsplatzes nicht herum.

Damit ihr aber von daheim aus genauso effektiv arbeiten könnt wie im Büro, sollte euer Home Office ein paar wichtige Kriterien erfüllen:

Raum schaffen!

Ein guter Arbeitsplatz zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass er euch die Möglichkeit bietet, ungestört zu arbeiten. Natürlich hat nicht jeder ein eigenes Zimmer übrig, dass er zum Büro ummodeln kann. Das muss aber auch gar nicht sein. Seht euch doch mal in Ruhe in eurem Zuhause um: Gibt es nicht irgendwo eine ruhige Ecke, in der ihr arbeiten könnt? Hilfreich sind zum Beispiel auch Raumtrenner. Auf dem Blog von Schultheiss seht ihr auf einen Blick verschiedene Arten, einen Raum recht schön zu unterteilen. Sie schaffen Nischen, in denen ihr konzentriert arbeiten könnt und bieten euch z.B. in Form eines Bücherregals zusätzlichen Stauraum.

Der perfekte Schreibtisch

Das zentrale und gleichzeitig wichtigste Möbelstück in eurem Home Office ist der Schreibtisch. Entscheidend ist dabei vor allem dessen Höhe. Denn von der hängt es ab, ob ihr später aufrecht oder krumm sitzt. Die Arbeitsplatte sollte mindestens 67 cm hoch sein. Als Richtwert gilt:

1,60 m Körpergröße à 67-69 cm Höhe
1,70 m Körpergröße à 73-75 cm Höhe
1,80 m Körpergröße à 78-80 cm Höhe
1,90 m Körpergröße à 82-84 cm Höhe

Neben der Höhe ist aber auch die Größe der Tischplatte entscheidend. Müssen viele Unterlagen gleichzeitig darauf Platz finden, sollte die Tiefe mindestens 80 cm betragen.

Haltung bewahren

Gerade wer häufig von Zuhause aus arbeiten möchte, sollte in den richtigen Stuhl investieren. Grundsätzlich gilt: Der Stuhl sollte bequem und höhenverstellbar sein. Außerdem ist eine in der Neigung verstellbare Rückenlehne ein angenehmes Gadget, da ihr euch so immer wieder vor und zurück bewegen und damit dynamisch sitzen könnt. Das richtige Sitzen wird auf dieser Seite der Uni-Bremen wunderbar erklärt.

Die richtige Sitzhöhe ermittelt ihr übrigens, indem ihr euch aufrecht hinsetzt und den Rücken an die Stuhllehne drückt. Jetzt die Füße so auf den Boden stellen, dass die Unterschenkel gerade stehen. Bei optimaler Höhe bilden die Oberschenkel jetzt eine zu den Knien hin leicht abfallende Linie.

Wohlfühl-Atmosphäre schaffen!

Um konzentriert arbeiten zu können, ist es wichtig, sich wohlzufühlen. Legt also euren persönlichen Stil nicht an der Bürotür ab! Wer starrt schon gern auf eine weiße Wand? Mit angenehmen Farben, kleinen persönlichen Accessoires und ein bisschen Grünzeug fühlt man sich doch gleich viel besser. Lasst euch einfach auf home-designing.com von den vielen Möglichkeiten inspirieren. Aber Vorsicht: Der Arbeitsplatz soll immer noch zum Arbeiten dienen und kein zweites Wohnzimmer werden.

Es werde Licht

Das richtige Licht ist ein weiterer wichtiger Punkt auf eurer Büro-Liste! Vor allem, wer viel liest oder am Computer arbeitet, sollte unbedingt für ausreichend Lichtquellen sorgen. Optimal ist es, den Schreibtisch im 90-Grad-Winkel zu einem Fenster zu stellen, so blendet euch das Licht nicht. Außerdem braucht ihr unbedingt eine Schreibtischlampe, um den Arbeitsplatz punktuell ausleuchten zu können. Eine Deckenlampe mit weichem Licht sorgt zusätzlich für eine angenehme Atmosphäre.

Ordnung muss sein

An einem unordentlichen Schreibtisch arbeitet niemand gerne. Abgesehen davon, dass man schnell den Überblick verliert zwischen herumliegenden Akten, Ordnern oder Korrespondenzen. Plant also unbedingt ausreichend Stauraum in euer Home Office ein. Den schafft ihr zum Beispiel durch Rollcontainer, Ablagesysteme und offene Regale. Gerade wenn ihr wenig Platz habt, solltet ihr nach smarten Lösungen suchen und zum Beispiel eure Regale in die Höhe bauen!
Übrigens: kleine Ordnungshelfer könnt ihr auch ohne viel Aufwand selber machen, wie ihr auf dieser Seite von allesnähbar.de seht!

Die nötige Technik

Eine technische Mindestausstattung ist vor allem dann unerlässlich, wenn ihr vorhabt, regelmäßig von Zuhause aus zu arbeiten. Konkret heißt das: Telefon und Internet sind essentiell. Was ihr sonst noch so braucht, hängt ganz davon ab, wie eure Arbeit gestaltet ist. Das heißt aber nicht, dass ihr alle (teuren) Gerät anschaffen müsst, die ihr auch in der Firma habt. Oft reichen schon günstige Kombigeräte aus, zum Beispiel Drucker, Fax und Scanner in einem. Ob ihr technisch ausreichend ausgestattet seid, findet ihr ganz leicht heraus. Denkt eure üblichen Abläufe einmal durch und fragt euch, mit welchen Geräten ihr sonst im Büro viel arbeitet.

Wenn alles steht…

Bevor ihr euch jetzt so richtig in die Arbeit stürzt, wollen wir euch noch ein paar Tipps an die Hand geben, die euch das Arbeiten zuhause (hoffentlich) erleichtern:

  1. Die Vielfalt nutzen!
    Das Home Office muss nicht immer at home sein! Nutzt eure Flexibilität doch und wechselt zwischendurch immer mal wieder die Orte. Telefonate kann man zum Beispiel auch während eines Spaziergangs führen und kreative Ideen kommen euch vielleicht im Garten oder auf dem Balkon eher als am Schreibtisch. Kleine Abwechslungen steigern im Übrigen nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch die Leistungsfähigkeit!
  2. Regeln aufstellen!
    Im Lauf der Zeit werdet ihr merken: So verlockend die neu gewonnene Freiheit zunächst ist, führt sie doch relativ schnell dazu, regelmäßig bis spät in die Nacht zu arbeiten oder sich in der Mittagspause nur schnell ein Brot zu schmieren und dann zurück an den Schreibtisch zu gehen. Setzt euch deswegen am besten eine Art Zeitplan auf, in dem ihr bewusst auch Freiräume einplant. Anders herum solltet ihr darauf achten, euch beim Arbeiten nicht zu sehr von dem ablenken zu lassen, was sonst noch so in der Wohnung passiert oder auf euch wartet.
  3. Abstand halten!
    Um nach getaner Arbeit wirklich abschalten zu können, ist es wichtig, auch räumlich Abstand zur Arbeit zu bekommen. Habt ihr keinen eigenen Arbeitsraum, könnt ihr zum Beispiel durch Vorhänge oder Paravents für die nötige Distanz sorgen. Eine clevere Lösung sind auch Sekretäre. Sie lassen sich einfach zuklappen und schon ist von lästigen Akten nichts mehr zu sehen.

Foto: © lulu – Fotolia.com

 

 

Über den Autor

Ich bin das Salz in der Suppe der Redaktion. Habe Architektur studiert und verstehe mich als Pragmatiker. Als Architektin gebe ich auch privat gerne Tipps zur Wohngestaltung. Ich bin als waschechte Berlinerin von der Berliner Sichtweise auf Wohnen geprägt.

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