Winterblüher – Farbtupfer im tristen Grau

In diesem Jahr wird der Winter alles – nur nicht trist! Wir zeigen euch, wie ihr mit Winterblühern Farbe ins eintönige Grau bringt und so euren Garten ganz einfach in ein Blütenmeer verwandelt. Also, worauf wartet ihr noch? Sagt dem Wintergrau den Kampf an!

schneeglöckchen im schnee

Blütenpracht im Schnee: Schneeglöckchen sind die Promis unter den Winterblühern.

Der Winter ist trist und farblos? Von wegen! Einige Pflanzen haben gerade jetzt, im sonst so trüben Winter, Hochsaison. Sie blühen dann, wenn alle anderen Pflanzen in den Winterschlaf verfallen und erfreuen uns von Dezember bis Februar mit ihrer bunten Pracht.

Die Qual der Wahl

Auch wenn man die Winterblüher vielleicht nicht sofort auf dem Schirm hat: Es gibt eine ganze Reihe Pflanzen, die in der kalten Jahreszeit zur Hochform auflaufen.

Besonders schön ist der Winterschneeball. Anschauen könnt ihr ihn euch z.B. in diesem Video auf youtube.de. Er blüht bei mildem Winterwetter bereits zum Jahresende, manchmal sogar schon im November. Das Besondere am Winterschneeball: Er verändert seine Farbe. Je länger er blüht, desto heller werden die Blüten. Blühen sie zu Anfang noch in kräftigem Rosa, werden sie im Laufe der Blütezeit immer heller, bis sie schließlich eine fast weiße Farbe erreichen.

Ein echter Blickfang ist auch der Winterjasmin. Mit etwas Glück trägt er pünktlich zum Weihnachtsfest goldgelbe Blüten. Der Winterjasmin ist eine Kletterpflanze und gehört zur Gruppe der Spreizklimmer. Das heißt, er erklimmt mit Hilfe eines Spaliers mühelos Fassaden und Mauern und sorgt dort für eine ganzjährige Begrünung.

Vor dem Kauf eines Winterblühers solltet ihr einen Überblick verschaffen, welche Arten von Winterblühern es gibt und welche sich gut in euren Garten einfügen. Das könnt ihr beispielsweise auf gartendatenbank.de.

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Bei der Wahl des richtigen Standorts für eure Winterblüher habt ihr (fast) freie Platzwahl. Wichtig ist nur, dass ihr euch vorweg erkundigt, welchen Boden die einzelne Pflanze bevorzugt. So mögen zum Beispiel einige Winterblüher nur Böden, in denen sich keine Staunässe bildet, andere fühlen sich dagegen in lehmigen, feuchten Böden besonders wohl.

Habt ihr die Bodenfrage geklärt, hängt der Standort vor allem von euren persönlichen Vorlieben ab. Winterblüher brauchen nicht unbedingt eine geschützte Lage. Ganz im Gegenteil: Es wäre doch schade, wenn die hübsche Blütenpracht im hintersten Garteneck ihr Dasein fristet! Schenkt den Winterblühern die verdiente Aufmerksamkeit und setzt sie zum Beispiel prominent im Vorgarten oder nahe der Terrasse an. Immerhin sind sie in der trüben Jahreszeit der einzige Farbtupfer und den möchtet ihr doch nicht hinter kahlen Sträuchern verstecken, oder?

Übrigens: Viele Winterblüher duften auch besonders gut. Ein Standort, an den ihr leicht und ohne schmutzige Schuhe gelangen könnt, lohnt sich also doppelt.

Die richtige Pflege

Eines vorweg: Winterblüher gehören eindeutig zu den hartgesottenen Pflanzenarten. Stehen sie einmal am richtigen Ort, brauchen sie fast keine Pflege mehr und werden in der Regel dort auch sehr alt. Wichtig ist vor allem, den Winterblühern genügend Ruhe zu lassen und sie nicht durch Umgrab-Aktionen zu stören. Sind doch einmal kleine kosmetische Eingriffe nötig, nehmt ihr die am besten nach der Blütezeit vor. Ansonsten hat Mutter Natur den Winterblühern ein dickes Fell mitgegeben. Sie vertragen die eisigen Temperaturen gut. Auch wenn die zarten Blüten wie erfroren wirken: Es geht ihnen gut, und schon beim ersten Tauwetter stehen sie wieder in voller Blüte. Gedüngt werden die Winterblüher, wenn sie in der Blüte stehen und ggf. noch einmal im Spätsommer. Wie ihr richtig düngt, erfahrt ihr auf hausgarten.net.

Foto: © sauletas – Fotolia.com

Über den Autor

Ich bin das Salz in der Suppe der Redaktion. Habe Architektur studiert und verstehe mich als Pragmatiker. Als Architektin gebe ich auch privat gerne Tipps zur Wohngestaltung. Ich bin als waschechte Berlinerin von der Berliner Sichtweise auf Wohnen geprägt.

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