Vögel füttern – Winterspaß für die ganze Familie

Was sich erstmal unspektakulär anhört, steht bei uns im Winter ganz weit oben auf der Liste der Lieblingsbeschäftigungen: Vögel beobachten. Wenn es draußen frostig wird, bleiben wir drinnen im Warmen und sehen den Vögeln am Futterplatz zu.

Vogel füttern im Winter

So schön kann der Winter sein: Eine Blaumeise am gedeckten Tisch.

Ok, wir geben es ja zu: Der Winter hat für Gartenfreunde nicht allzu viel zu bieten. Sind Garten und/oder Balkon erstmal winterfest gemacht und lagern die Schaufeln, Harken und Rechen ordentlich gesäubert im Keller, neigen sich die Gartenarbeiten langsam aber sicher für dieses Jahr dem Ende zu. Dafür kann man sich jetzt entspannt zurücklehnen und die winterliche Stille im Garten genießen.

Zu den liebsten Winterbeschäftigungen in der Redaktion gehört das Beobachten der Vögel. Wie sie ums Futterhäuschen flattern und die kleinen Körner aufpicken, das gehört bei uns seit Kindertagen genauso zum Winter wie Schlittenfahren und Plätzchen backen.

Übrigens: Welche Vögel sich im Winter in unseren Gärten herumtreiben, verrät euch der Naturschutzbund Deutschland.

Womit füttern?

Vögel sind, was ihr Futter betrifft, relativ leicht zufrieden zu stellen. Allerdings haben nicht alle Vögel dieselben Vorlieben. Amseln zum Beispiel haben ein Faible für Haferflocken, während etwa der Buntspecht und der Eichelhäher lieber Nüsse mögen. Beim Zaunkönig stehen auch lebende Mehlwürmer ganz oben auf der Speisekarte.

Allerdings gibt es ein paar Dinge, die fast alle einheimischen Vögel gerne fressen. Dazu gehören vor allem Sonnenblumenkerne, Nüsse und Samen. Auch Fettfuttermischungen erfreuen sich großer Beliebtheit.

Mit den handelsüblichen Futtermischungen und Futterknödeln könnt ihr eigentlich nicht viel falsch machen. Ihr könnt euer Vogelfutter aber auch selbst herstellen. Alles was ihr dazu braucht sind Nüsse, Kerne, Samen, Körner und Palmfett. Das schmelzt ihr in einem Topf ein und gebt die Futtermischung dazu. Die Masse könnt ihr dann einfach in Förmchen füllen und zum Aushärten in den Kühlschrank stellen. Wenn ihr im weichen Zustand noch ein Band in die Masse legt, könnt ihr den Futterknödel später ganz einfach in einem Baum aufhängen.

Vor allem für Kinder ist das Herstellen von Futterknödeln ein winterlicher Spaß, und beim späteren Beobachten der Vögel lernen sie gleich noch die verschiedenen Vogelarten kennen. Besonders hübsch finden wir Elkes Idee für dekorative Futterzapfen auf elmasuite.de.

Kleines 1 x 1 des Vogelfütterns

Zum Schutz eurer gefiederten Besucher solltet ihr beim Füttern ein paar kleine Details beachten:

  • Das Futter muss frisch sein! Gerade wenn ihr die Vögel mit ölhaltigen Kernen und Samen füttert, müsst ihr regelmäßig kontrollieren, ob diese noch frisch sind. Riechen sie ranzig oder muffig, müssen sie entsorgt werden.
  • Damit alte Futterreste nicht ewig im Futterhaus liegen, solltet ihr erst neues Futter nachlegen, wenn das alte komplett aufgefressen wurde.
  • Das Futter darf nicht nass werden. Ansonsten kann es leicht verderben und die Vögel werden krank.
  • Streut das Futter nicht direkt auf den Boden, sondern lieber in ein Futterhaus. Ansonsten sind die fressenden Vögel leichte Beute für ihre zahlreichen natürlichen Feinde.
  • Um die Ausbreitung von Vogelkrankheiten zu vermeiden, muss das Futterhaus regelmäßig mit heißem Wasser gereinigt werden. Tragt dazu am besten Gummihandschuhe.

Der richtige Futterplatz

Wie schon erwähnt sollte der Futterplatz der Wahl vor allem ein Kriterium erfüllen: Er darf für die natürlichen Feinde der Vögel nicht oder nur schwer erreichbar sein. Das gilt insbesondere für Katzen. Bänke, Tische, Außentreppen und Co. scheiden damit als Futterplätze aus. Ihr könnt aber zum Beispiel einfach Meisenknödel an für Katzen schwer zugänglichen Ästen aufhängen. Allerdings finden daran immer nur ein bis zwei Vögel gleichzeitig Platz.

Einen optimalen Futterplatz bieten spezielle Futterhäuschen. Die könnt ihr entweder schon fertig im Zoofachhandel kaufen (Kostenpunkt ja nach Größe ab ca. 20 €), oder ihr zimmert sie euch einfach aus Holzresten selber. Besonders gut eignet sich dafür Fichtenholz. Achtet unbedingt darauf, dass das Futterhäuschen Wind und Wetter standhält.

Das heißt zum einen, dass ihr wasserfesten Holzleim und rostfreie Schrauben und Nägel verwenden solltet. Zum anderen solltet ihr aber unbedingt auch daran denken, auf dem Dach des Häuschens Dachpappe anzubringen, damit es auch wirklich dicht hält und das Futter keinen Schaden nimmt. Wie euer Futterhaus aussehen soll, bleibt ganz eurer Fantasie überlassen. Wichtig ist aber, dass die Seiten offen bleiben, denn Vögel halten sich nicht gerne in geschlossenen Räumen auf.

Ein besonders gelungenes Futterhaus haben wir bei wildes-gartenglück.blogspot.de entdeckt. Dort findet ihr auch eine kleine Dokumentation über den Bau des Häuschens.

Foto: © Kletr – Fotolia.com

Über den Autor

Ich bin die Genaue bei vivondu. Als Innenarchitektin erstaunen mich meine Kunden oft durch Wünsche und Vorstellungen ihrer Immobilienträume. Genau diese Auffälligkeiten verarbeite ich in meinen Beiträgen. Ich bin Hamburgerin und mag den herben Norden.

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