Kleines Bad ganz groß – so geht’s

Ein kleines Badezimmer haben viele von uns, doch die wenigsten wissen, dass sich auch daraus viel machen lässt. Mit ein paar effektiven Tricks könnt ihr euer Bad größer und komfortabler wirken lassen, ohne viel Aufwand zu treiben. Lasst euch von unseren Anregungen inspirieren – und vielleicht kommt ihr eurem Traum-Bad damit ein paar Schritte näher!

frau vor dem badezimmerspiegel

Gute Beleuchtung im Bad ist wichtig, doch zu grell sollte das Licht auch nicht sein.

Das Badezimmer soll heutzutage nicht nur zweckmäßig, sondern am besten auch noch eine luxuriöse Wellness-Oase sein. Ein Ort zum Wohlfühlen, an dem wir morgens und abends gerne Zeit verbringen, uns entspannen und abschalten können. Aber wie lassen sich diese Ansprüche umsetzen, wenn das Bad klein und eng ist? Ganz einfach: mit ein paar cleveren Tricks, die vielleicht nicht jeder kennt. Wir verraten sie euch!

Kleines Bad muss nicht lieblos sein

Ein kleines Badezimmer muss nicht unbedingt lieblos und ungemütlich aussehen – das Geheimnis eines tollen ersten Eindrucks liegt in den Materialien und der Aufteilung. Gönnt euch hier ruhig ein bisschen Luxus! Helles Holz ist zum Beispiel ein wunderbares Material, das weich und sinnlich wirkt, und den Raum größer wirken lässt.

Auch Regale oder ein Waschtisch aus Holz sind tolle Hingucker für ein modernes Bad. Daran ist reinigungstechnisch nichts kompliziert: Lärchenholz zum Beispiel ist von Natur aus wasserabweisend und daher bestens für das Bad geeignet. Wir empfehlen außerdem Fliesen in hellen Naturfarben, da diese gleich eine behagliche Atmosphäre schaffen, einfallendes Licht reflektieren und einfach edel aussehen.

Gleiche Materialien bringen Ruhe hinein

Insgesamt gilt die Regel, dass ein Raum sehr viel harmonischer und ruhiger wirkt, wenn Wände und Boden aus den gleichen Materialien sind. Dann sieht alles gleich viel großzügiger aus und bildet optisch eine Einheit. Greift wenn ihr mögt ruhig auch auf einen weiteren Helfer zurück: einen großen Spiegel. Der hat neben seiner Funktion gleich zwei Vorteile: Zum einen reflektiert er einfallendes Licht und sorgt für mehr Helligkeit. Zum anderen wirkt der Raum gleich größer, wenn Fliesen und Wände gespiegelt werden.

Licht ist auch im Bad wichtig

Von unserem nächsten Trick habt ihr bestimmt schon öfters gehört: Arbeitet mit Lichteffekten! Das funktioniert in einem kleinen Bad genauso wie im Schlaf- oder Wohnzimmer. Überall wo Licht im Spiel ist, heißt die Devise: Lieber mehrere verteilt platzierte Leuchten anstelle einer einzelnen Lichtquelle setzen! Diese kleinen Lichtpunkte lassen einen Raum größer wirken und geben ihm mehr Tiefe.

Am besten setzt ihr einfach mehrere Spots an verschiedenen Stellen im Bad ein. Die Art des Lichts ist auch wichtig – warmes, einladendes Licht macht sich im Bad auf jeden Fall am besten. Wer möchte sich schon beim Baden oder Duschen wie in einer grell ausgeleuchteten Umkleidekabine fühlen? Ganz raffiniert sind auch eingelassene Bodenleuchten, da sie einen Raum nicht nur größer sondern auch höher wirken lassen.

Fürs Schminken und Rasieren ist natürlich helles Licht nötig. Eine Halogenlampe direkt über dem Spiegel wirkt hier Wunder. Was man mit Licht und Spiegeln alles für tolle Effekte zaubern kann, seht ihr unter anderem im Blog aqua-cultura.de.

Mehr Platz durch geschicktes Verstauen

Nicht nur das Ambiente, sondern auch der „Inhalt“ des Badezimmers spielt eine Rolle bei kleinen Bädern. Wir raten zu schmalen, platzsparenden Waschbecken, auch wenn größere Becken natürlich komfortabler sind. Ein schlichtes weißes Becken, am besten mit Unterschrank für Platz zum Verstauen ist auf jeden Fall praktisch.

Was in einem kleinen Bad nämlich meistens fehlt, ist Stauraum. Im Unterschrank könnt ihr Badetücher, Hygieneartikel oder Föhn aufbewahren, ohne zusätzlich große Schränke anbringen zu müssen.

Falls euer Unterschrank für mehrere Dinge zu klein ist, lassen sich Bade- und Handtücher zum Wechseln oder für Gäste auch wunderbar in einer Schublade des Kleiderschrankes verstauen. So habt ihr im Unterschrank mehr Platz für Kleinkram, den ihr täglich morgens und abends braucht. Für die tägliche Wäsche reichen dann zwei Handtuchstangen und eine große Stange fürs Badetuch direkt neben der Dusche.

Lieber große Dusche als kleine Wanne

Für manche ist die Frage zwischen Dusche und Wanne ja eine Glaubensfrage. Statistisch gesehen gehen Frauen lieber in die Badewanne, während Männer lieber duschen. In einem kleinen Bad sind diese beiden meistens als Duschbad miteinander kombiniert. Wollt ihr allerdings mehr Platz schaffen, dann verzichtet besser auf eine üppige Wanne und entscheidet euch für eine (dafür geräumige) Duschkabine. Baupraxis-blog.de kann vielleicht bei dieser existenziellen Entscheidung helfen.

Wenn ihr ein voreingebautes Duschbad habt, dann lasst am besten den Duschvorhang weg, und baut euch lieber eine Glaswand ein. Sie verschwindet optisch fast, und sieht außerdem um einiges stilvoller aus als ein Duschvorhang.

Was ihr auch beachten solltet: Ein kleines Bad wirkt durch weitere Unterteilungen noch kleiner. Am besten fliest ihr also alles durchgängig, und macht so aus eurer „Nasszelle“ eine offene Dusche mit Glaswand. Falls sich mal irgendwo Staub absetzen sollte, könnt ihr diesen dann außerdem einfach wegduschen.

Ein bisschen Luxus lenkt den Blick ab

Übrigens: Bei den Fliesen solltet ihr ruhig auf gute Qualität achten, denn das wertet euer Bad erheblich auf. Schließlich ist es ja nur eine kleine Fläche, die ihr befliesen müsst – da muss es vielleicht nicht zwangsläufig das günstigste Fliesenmodell sein. Fliesen in allen möglichen Varianten könnt ihr bei badgefluester.ch bestaunen.

Etwas Luxus lenkt gleich von den kleinen Makeln eures Bades ab, und zieht den Blick auf die schönen Dinge. Apropos schöne Dinge: Wenn ihr in eurem Badezimmer kein Fenster und somit auch kein Sonnenlicht habt, sind einzelne mit Blattgold verzierte Fliesen ein toller Ersatz. Damit wird euer Badezimmer eines Königs würdig!

Foto: © Karramba Production – Fotolia.com

Über den Autor

Ich bin der "Italiener" unserer Autoren. Als Modemacher interessiere ich mich nur privat für Bauen und Wohnen. vivondu ist daher auf diesem Gebiet mein einziges Sprachrohr. Ich habe lange in Mailand gelebt und bin jetzt in München dahoam.

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