Die eigene Innensauna – Schwitzen kann so schön sein

Den Traum von der eigenen Sauna im Haus träumen heutzutage viele – beim wohligen Schwitzen nicht rausgehen zu müssen ist einfach eine zu verlockende Vorstellung. Wenn ihr auch mit dem Gedanken spielt, euch eine Innensauna zuzulegen, solltet ihr euch die folgenden Tipps unbedingt durchlesen.

zwei frauen sauna

Man muss ganz schön schwitzen, um in der eigenen Sauna schwitzen zu können.

Wo möchte ich meine Sauna haben?

In der Zwei-Zimmer-Wohnung eine Sauna unterzubringen, wird natürlich eher schwierig – abgesehen davon gibt es jedoch kaum räumliche Einschränkungen beim Einbau einer Sauna. Ob Keller, Dachboden oder geräumiges Badezimmer, im Prinzip ist jeder Raum geeignet.

Einzig die baulichen Voraussetzungen sollten beachtet werden. So braucht die Innensauna Anschlüsse für Starkstrom und Wasser, und sie muss gut isoliert und belüftet sein. Außerdem sollte der Boden, auf dem die Sauna steht, fest und wasserdicht sein. Eine Checkliste für die baulichen Voraussetzungen findet Ihr zum Beispiel hier auf Bauwelt.de.

Welches Holz möchte ich verwenden?

Die Wahl des richtigen Holzes ist für die eigene Sauna essentiell, schließlich soll die Wärme und Feuchtigkeit der Sauna ja nicht nach außen entweichen. Wenn das Holz, das ihr benutzt, das Siegel „Blauer Engel“ trägt, könnt Ihr euch zumindest sicher sein, dass das Produkt die Mindestanforderungen an den Umweltschutz erfüllt.

Ebenso ein gutes Gewissen könnt Ihr beim Kauf einer Sauna haben, die ein FSC-Siegel (Forest Stewardship Council) trägt. Produkte mit diesem Zertifikat unterliegen vom Rohstoff bis zum Endkunden strengen Kontrollen.

Das Holz der skandinavischen Fichte und der kanadischen Hemlock-Tanne werden mit am häufigsten genutzt. Für die Saunabänke wird oft Abachi-Holz aus Afrika oder Pappelholz verwendet, da es wenig Wärme leitet und nicht splittert. In Deutschland eher weniger gefragt, weil nicht so gut geeignet, sind die Sorten Kiefer, Zeder und Erle.

Soll ich meine Sauna selbst bauen?

Natürlich kann man sich mit etwas handwerklichem Geschick seine Sauna zuhause auch selbst einbauen. Hier ist ein kleines Video auf youtube, auf dem ihr seht, wie eine maßangefertigte Sauna selbst zusammengebaut wird.

Der Aufwand ist relativ groß: Wand- und Deckenverkleidung, Dämmung, Abfluss, Einbau der Außenwände und Türen sowie der Beleuchtung, Verlegung des Wasseranschlusses und vieles mehr muss von euch geplant und ausgeführt werden. Mit ein wenig Geduld kann man sich dadurch jedoch einiges an Geld sparen. So gibt es zum Beispiel schon Maß-Saunen zum Selbsteinbauen für circa 900-1200 Euro.

Wer für das Unterfangen „eigene Sauna“ noch weniger Zeit und Geld investieren möchte, der kann im Baumarkt oder im Internet für unter 900 Euro einen fertigen Saunabausatz kaufen. Die Vorteile dieser Basis-Saunen liegen auf der Hand: kein mühsames Zusammensuchen von Einzelteilen, und die vorgefertigten Elemente erleichtern den Aufbau, da sie nur noch zusammengefügt werden müssen. Diese Sauna-Variante ist zwar meist auf das Nötigste reduziert und kann designtechnisch natürlich nicht mit Maß-Saunen mithalten. Allerdings ist ihr Aufbau mit etwas Geschick auch in etwa einem Tag geschafft, und dann kann schon der erste Aufguss gemacht werden.

Wer allerdings auf Nummer sicher gehen möchte, dass garantiert nichts schiefgeht, beauftragt am besten einen Fachmann damit. Der Profi sorgt nicht nur dafür, dass alles stimmig zusammengebaut wird, sondern kann auch eine zuverlässige Prognose für die anfallenden Kosten aufstellen. Diese können nämlich je nach Größe, Ausstattung und Hersteller stark variieren – von circa 700 Euro bis zu mehreren Tausend Euro.

In Punkto Sicherheit gibt es außerdem ein wichtiges Prüfsiegel: das VDE-Siegel vom Verband der Elektrotechnik. Es garantiert hohe technische Qualitätsstandards bei der Sauna.

Wie soll meine Sauna aussehen?

Sauna-Design ist heutzutage unglaublich vielfältig und sehr individuell: von klassisch-puristisch über edel bis zu modern und sogar mehrfarbig mit verschiedenen Materialien wie Glas, Holz, Naturstein oder Marmor sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Im klassischen skandinavischen Sauna-Design werden schlichte, aber edle Hölzer verwendet und klare Linien und Formen bevorzugt. Auf dieser Seite von Deavita.com sind einige verschiedene Designstile beschrieben.

Die Beleuchtung sollte angenehm und nicht zu grell sein, denn Licht wirkt sich sehr unmittelbar auf unsere Stimmung aus, und beim Saunieren geht es ja in erster Linie um das körperliche und geistige Wohlbefinden.

Was brauche ich sonst noch rund um die Sauna?

Nach dem Saunagang braucht der Körper im Idealfall schnell Abkühlung, deshalb sollte sich in der Nähe eine Dusche befinden, unter die man schnell hüpfen kann. Neben dem wohltuenden Schockeffekt des kalten Wassers ist Sauerstoff wichtig. Achtet also am besten darauf, dass auch ein Zugang zu frischer Luft, zum Beispiel durch ein Fenster oder eine Terrassentür, vorhanden ist. Und nicht zuletzt solltet ihr eurem Körper nach dem Saunieren eine Ruhepause gönnen. Ein bequemes Sofa oder sogar eine Liege neben der Sauna bieten sich hier an und machen sich besonders gut.

Tipps und Hinweise rund um die Sauna sowie die neuesten Sauna-Trends findet ihr übrigens auch auf der Seite des Deutschen Sauna-Bundes.

Foto: © Spofi – Fotolia.com

Über den Autor

Ich bin der "Italiener" unserer Autoren. Als Modemacher interessiere ich mich nur privat für Bauen und Wohnen. vivondu ist daher auf diesem Gebiet mein einziges Sprachrohr. Ich habe lange in Mailand gelebt und bin jetzt in München dahoam.

Hinterlasse eine Antwort